Jahreshauptversammlung 2012

 

Wehrleiter: Politik muss Anreize für die Mitarbeit schaffen

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groitzsch / Im vorigen Jahr zu 67 Einsätzen alarmiert

Groitzsch. Das Gartenlokal "Zur Erholung" war am Freitag fest in der Hand der Groitzscher Feuerwehrkameraden. Für die Stadtwehr stand die turnusmäßige Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Gleich zu Beginn ließ Wehrleiter Mario Zetzsche das vergangene Jahr in seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht noch einmal Revue passieren. Dabei sprach er von einem erneut einsatz- und ereignisreichen Unterfangen. Insgesamt 67-mal wurde die Hilfe der Groitzscher Floriansjünger im Einsatzfall benötigt. Vor allem Unwetterschäden und Brände bildeten den Schwerpunkt.
"Es war nicht immer einfach, die anstehenden Aufgaben zu meistern und dabei Hilfsfristen und Einsatzstärken einzuhalten", resümierte Zetzsche. Weil immer weniger Menschen bereit seien, freiwillig und unentgeltlich für andere einzustehen, sei die Politik verstärkt gefragt, weitere Anreize für die Mitarbeit in den Wehren zu schaffen.
Bürgermeister Maik Kunze (CDU) verwies hier auf die Vorreiterrolle der Stadt Groitzsch. Mehrere Kameraden seien bereits bei der Kommune beschäftigt, und wo es möglich ist, sollen ausgeschriebene Stellen mit der Bereitschaft zum Feuerwehrdienst verknüpft werden, damit die Stadt der wachsenden Einsatzsituation besonders an Wochentagen gerecht wird. Auch dankte Kunze den Angehörigen für ihr Engagement und sicherte ihnen weiterhin die volle Unterstützung der Verwaltung zu.
Die Mitgliederzahlen der Groitzscher Schwerpunktfeuerwehr teilen sich in 18 Jugendliche, 14 Kameraden der Altersabteilung und 39 Einsatzkräfte auf. Besonders die Jugendwehr erlebt derzeit einen regen Zulauf, der die Kameraden besonders stolz macht. Zufrieden äußerte sich Zetzsche zudem über den Zustand der Ausrüstungsmittel und Fahrzeuge, die von seinen Leuten ständig fachkundig gewartet würden. Viel Zeit wurde 2011 wieder in die Aus- und Weiterbildung der operativen Kräfte investiert. Obwohl die Wehr nur die Hälfte der Lehrgänge auf Landesebene bewilligt bekam, absolvierten die Floriansjünger dort 21 Schulungen - und 26 auf Kreisebene. Mit Blick auf die anwesenden Wehrleiter der Ortsteilwehren wurde zudem eine Intensivierung der gemeinsamen Ausbildung gefordert. Auch regten die Groitzscher mit der Pegauer Abordnung eine gemeinsame Übung an, da man zukünftig immer mehr auf die Hilfe aus den Nachbarorten angewiesen ist.
Vor dem gemütlichen Teil des Abends mit leckerem Essen standen noch Ehrungen und Beförderungen auf dem Plan. Wehrleiter Zetzsche erhielt vom Vorsitzenden David Zühlke die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes überreicht. Stadtwehrleiter Hans-Joachim Siebert wurde zum Brandinspektor befördert.

 

Text: Olaf Becher

 

  http://ereignisse2012.feuerwehr-groitzsch.de/#138

 

 

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