Jahreshauptversammlung 2009

 

Groitzsch. Viele dunkelblaue Uniformen prägten das Bild zur Jahreshauptversammlung der Groitzscher Stadtwehr in der Gaststätte „Zur Erholung“. Hier zogen die Kameraden Bilanz über die zurückliegenden Monate.
Insgesamt 66-mal wurde 2008 die Hilfe der Feuerwehr benötigt. Neben 33 Brandeinsätzen, 15 technischen Hilfeleistungen und 16 Anforderungen der Drehleiter in die Nachbarorte absolvierten die Brandschützer auch zwei Übungseinsätze, verkündete Wehrleiter Mario Zetzsche in seinem Rechenschaftsbericht. Lobend erwähnte er die Arbeit der Jugendabteilung und der Alterskameraden, die sich besonders um die Historie der Wehr kümmern.
Dagegen gaben die mangelnden Lehrgangsangebote an der Landesfeuerwehrschule Nardt Anlass zur Kritik. Seit Jahren bekommen die Groitzscher nur einen Bruchteil der benötigten Schulungen zugesprochen. Ebenso wurden die langen Wartezeiten bei der Überprüfung der Atemschutztechnik angemahnt. Allerdings trage dabei nicht das Feuerwehrtechnische Zentrum, sondern die ausführende Firma die Verantwortung, erklärte der Wehrleiter. Hier versprach Rainer Walther vom Kreisfeuerwehrverband, sich dieser Probleme anzunehmen und weiterzuleiten.
Ein positiver Trend zeichnete sich bei den Mitgliederzahlen ab. Bei 15 Alterskameraden und zehn Mitgliedern der Jugendwehr konnte die Einsatzabteilung entgegen dem allgemeinen Trend mit fünf Kameraden auf 36 Kräfte verstärkt werden. Das sei erfreulich, aber noch nicht zufrieden stellend, bemerkte Zetzsche, denn nur die wenigsten arbeiten in der Schusterstadt und sind somit wochentags verfügbar. Deshalb engagiert sich seit Jahren die Stadtverwaltung, indem sie derzeit acht Kameraden in Festanstellung, Ausbildung und über das Kommunal-Kombi-Programm beschäftigt. „Perspektivisch soll diese Zahl auf elf Kameraden ausgebaut werden“, sagte Bürgermeister Mike Kunze. Zudem sind in diesem Jahr 240 000 Euro für alle sieben Ortswehren eingeplant, die beispielsweise in Modernisierungsmaßnahmen des Groitzscher Gerätehauses fließen. Auch ein neuer Einsatzleitwagen ist angedacht, für den Fördermittel bereits zugesagt sind.
Da die Ortsteilwehren immer mehr in das Einsatzgeschehen der Stadtwehr integriert werden, stieß der Vorschlag, künftig gemeinsame Ausbildungsdienste abzuhalten, auf breite Zustimmung. Pegaus Stadtbrandmeister Dietrich Baldeweg berichtete hier über gute Erfahrungen seiner Wehr. Zugleich bedankte er sich für die reibungslose Zusammenarbeit bei den Groitzscher Kameraden. Mit Auszeichnungen und Beförderungen fand der offizielle Teil seinen Abschluss.

Text: Olaf Becher

 

  http://ereignisse09.feuerwehr-groitzsch.de/#32

 

 

zurück